Musik
















Die Musik für GRID wurzelt in der Auseinandersetzung mit Augmented Reality und der Wahrnehmungskluft zwischen „realer“ Welt und Fantasiewelt. Sie ist an die drei Charaktere des Textes gebunden (Die Gestrandete, Der Neuanfänger, Der Briefschreiber) - nicht nur als Widerspiegelung des jeweiligen Charakters und seiner Haltung, sondern als Vorwegnahme von Stimmungen, in der er oder sie sich in Berührung mit der eigenen Fantasiewelt oder in Beziehung zu anderen Menschen befindet.

Die Musik soll die Spannung einer Intimität zum Ausdruck bringen. Das geschieht durch die Widergabe und Bearbeitung von sprachlichen Mitteln (Worte, Wortlaute, Atemgeräusche), aber auch durch den Eingriff in die Gefühlszustände und die Körpersprache sowie durch die spezifische Instrumentierung und Verwendung der Elektronik.

Das Thema eignet sich hervorragend für ein Musiktheaterwerk. Mit Hilfe von visuellen und akustischen Mitteln kann die Absurdität des Computerzeitalters bloß gelegt werden. In der Musik soll durch den Eingriff der Elektronik die Ambiguität einer Äußerung zum Ausdruck kommen. Mit der Manipulation des Raums durch Surroundverteilung werden die realen Verhältnisse geprüft und in Frage gestellt. Es sind Musiker auch live auf der Bühne - sie werden, wie auch die drei realen Charaktere, ständig virtuellen Einflüssen unterworfen.

Age Veeroos, Komponistin




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